Unser Unterbewusstsein, das sind wir. Das ist unsere Persönlichkeit, unser Innerstes, das uns leitet. Im Unterbewusstsein ist jeder Moment unseres Lebens gespeichert. Von der Zeugung bis zum heutigen Tag. Studien haben gezeigt, dass auch schon die Föten im Mutterleib deutlich wahrnehmen, was die Mutter erlebt und ob sie Stress hat oder nicht.

Unsere innere Bibliothek

In uns gibt es eine Art Bibliothek mit Erinnerungen, zu der wir jedes Jahr ein neues Buch hinzufügen und in das wir jeden Tag eine neue Seite schreiben. Manche der Bücher, unsere uns bewussten Erinnerungen, stehen weiter vorne. Andere Bücher stehen weiter hinten, sind vielleicht auch schon verstaubt. Zum einen mit Informationen, die nicht wichtig für uns sind. Zum anderen sind es Erlebnisse, die wir bis heute noch nicht verarbeitet haben, da noch nicht die Zeit dafür reif war. Das ist ein Selbstschutz unseres Unterbewusstseins. Alles hat seine Zeit – auch die Themen, die wir vielleicht irgendwann in uns sehen, heilen und transformieren dürfen. Dann schiebt das Unterbewusstsein das eine oder andere Buch wieder weiter nach vorne.

Prägungen unserer Kindheit und Jugend

In unserem Unterbewusstsein befinden sich auch die Prägungen unserer Kindheit und Jugend. Kleine Kinder können noch nicht zwischen gut oder schlecht, richtig oder falsch entscheiden. Sie übernehmen unbewusst die Werte und Überzeugen und das Verhalten ihres nahen Umfeldes. Vermutlich hat jeder von uns sich schon einmal bei dem Gedanken ertappt „Wie meine Mutter“ oder „Wie mein Vater“ – ob es einem gefällt oder nicht.

In dieser Zeit können aufgrund der Erziehung auch Glaubenssätze wie „Ich muss perfekt sein“, „Ich muss schnell sein“, „Ich muss mich um alles kümmern“ oder „Ich bin nicht gut genug“ entstehen. Solche Glaubenssätze haben wir alle; mal mehr, mal weniger ausgeprägt und mal mehr oder weniger bewusst. Ich nenne sie auch gerne Antreiber. In manchen Lebensphasen können sie uns unterstützen und antreiben; in manchen aber auch krank machen. Und es können dadurch z.B. eben auch Depressionen, Burnout oder psychosomatische Beschwerden wie Migräne oder Tinnitus entstehen.

Gefühle und Gewohnheiten in unserem Inneren

Ereignisse in unserem Leben werden von uns mit bestimmten Wahrnehmungen und Gefühlen verknüpft. Und diese Gefühle leiten uns. Da kann der rationale Teil in uns noch so sehr wissen „Hey, es ist alles ok.“ Wenn eine bestimmte Person uns immer wieder wütend oder uns eine bestimmte Situation Angst oder nervös macht, dann reagieren wir automatisch. Auch wenn wir uns anschließend an den Kopf fassen und mit uns hart ins Gericht gehen, warum wir wieder so reagiert haben. Es sind ganz alte Gefühle und auch Denk- und Verhaltensmuster, die in solchen Situationen wiederbelebt werden. Und das Unterbewusstsein denkt sich „Super, kenne ich, genauso muss ich reagieren, damit wir am Leben bleiben.“ Denn unser Unterbewusstsein sorgt für unser Überleben, nicht dafür, dass wir glücklich sind. Unser Glück ist unsere persönliche Lebensaufgabe. Wir können aber z.B. mit der Hypnose oder dem EMDR wunderbar direkt mit dem Unterbewusstsein arbeiten, um solche „Programmierungen“ oder Automatismen, die uns nicht guttun, in etwas Positives zu ändern.

In unserem Unterbewusstsein sind auch unsere Gewohnheiten gespeichert – günstige wie auch suboptimale. Alles, was wir öfter und regelmäßig machen, speichert unser Gehirn im Unterbewusstsein ab, um Energie zu sparen. Denn unser Gehirn braucht jeden Tag ca. 25 % unserer Energie, und alles was Energie sparen kann, wird automatisiert. So können Sie sich vielleicht noch an Ihre erste Fahrstunde oder die Anfänge mit dem neuen Smartphone erinnern. Und heute fahren Sie Auto und bedienen Ihr Handy und sind mit den Gedanken ganz woanders.

So verhält es sich aber auch mit bestimmten Denk- und Verhaltensgewohnheiten. Wenn wir zum Beispiel viel grübeln oder ängstlich sind, werden die entsprechenden Neuronen in unserem Gehirn befeuert und der Grübel- und Sorgenweg wird immer öfter und rascher, d.h. dann automatisch eingeschlagen. Auch die Angst kann sich im ungünstigsten Fall immer weiter auch auf andere Lebensbereiche ausbreiten.

Es heißt, dass das Unterbewusstsein mit allen Prägungen, Lebenserfahrungen, Gefühlen und Gewohnheiten ca. 95 % von dem ausmacht, wer und was wir sind. Und dass wir damit 95 % des Tages unbewusst handeln. Bis es uns bewusst wird und wir damit auch arbeiten und etwas verändern können.

Bewusstwerden…

Was können wir nun tun, damit es leichter wird, damit umzugehen? Zum einen das Bewusstwerden, dass wirklich jeder Mensch auf dieser Welt aufgrund seiner Lebenserfahrungen anders ist und die Welt mit seinen Augen sieht. Wenn Sie sich mal mit Ihren Geschwistern oder Partnern über frühere Zeiten unterhalten, werden Sie feststellen, dass Sie diese ganz unterschiedlich abgespeichert haben. Die Situation ist neutral, aber jeder Beteiligte speichert sie mit der persönlichen Wahrnehmung und den eigenen Gefühlen ab. Und jeder hat aus seiner Erfahrung, aus seiner Realität heraus recht.

Das Bewusstwerden ist das eine. Meistens ist es so, dass wir Menschen irgendwann spüren, dass im Inneren noch etwas ist, was gelöst werden darf. Was uns daran hindert, glücklich zu sein und genau das Leben zu leben, was wir leben möchte. Und dann ist es eine Entscheidung, hinzuschauen und sich auf den Weg zu machen, diese Blockade zu lösen – oder auch nicht. Was auch vollkommen in Ordnung ist. Wir können leider nicht für andere entscheiden, was für sie das Richtige wäre, auch wenn wir das oft genug gerne täten.

Meine Schwerpunkte als Heilpraktikerin (Psychotherapie) sind die Hypnose und das EMDR und zu mir kommen viele Menschen, die vorher schon andere Methoden ausprobiert haben, oftmals über einen langen Zeitraum.  Doch sie spüren, dass da ganz tief drinnen eine Blockade ist, die noch aufgelöst werden darf. Und dann gibt es oft mit Hilfe der Hypnose oder des EMDR diesen magischen Moment, an dem der Schalter umgelegt, die Erkenntnis gewonnen wird und dann darf es einfach gut sein.

Wenn Sie mehr über die Kraft Ihres Unterbewusstseins und die Möglichkeiten der Hypnose und des EMDR wissen möchten, freue ich mich auf Ihren Anruf oder Ihre Mail.

 

Sonja Hüls

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